19. Mai: Seminar zu kritischer Männerforschung.

19. Mai // 18 Uhr // 23.31.00 (Foyer):
Referentin: Dr. Susanne Keuneke, Lehrbeauftragte am Institut für Sozialwissenschaften (HHU):

“WIR MÜSSEN LEIDER DRAUSSEN BLEIBEN” IST VORBEI. WARUM DIE GESELLSCHAFT KRITISCHE MÄNNERFORSCHUNG BRAUCHT.

Die aktuelle Geschlechterforschung (gender studies) hat ihre Wurzeln in der Frauenforschung (women’s studies) der 1970/80er Jahre. Während Frauenforscherinnen in dieser frühen Phase z.T. ausdrücklich abgelehnt haben, mit männlichen Kollegen zusammenzuarbeiten, spielen seit Mitte der 90er Jahre Männer nicht nur als Forschungsobjekte, sondern auch als -subjekte zunehmend eine Rolle: Erstens kann “Weiblichkeit” nicht verstanden werden, ohne dass “Männlichkeit” mit in den Blick genommen würde; zweitens etabliert sich langsam die Einsicht, dass auch Mannsein – trotz der Privilegien, die den Angehörigen der männlichen Geschlechtskategorie traditionell zugedacht sind – Fallstricke bereithält, die der (u.a. wissenschaftlichen) Lösung bedürfen. Aus der letztgenannten Notwendigkeit heraus ist die Männerforschung entstanden, zunächst v.a. in Form der Gay Studies, inzwischen aber auch in “heterosexuellen Spielarten”. Wie unterschiedlich die men’s studies schattiert sind, machte nicht zuletzt der “Männerkongress 2010″ deutlich, bei dem an der HHU kritische Männerforscher mit antifeministischen Wissenschaftlern zusammentrafen.
Warum die Gesellschaft kritische Männerforschung braucht, womit sie sich so beschäftigt und was “Geschlecht” überhaupt ist, sind Fragen, denen wir nachgehen werden.
Als Vorbereitung dient die aktuelle Ausgabe des Magazins der HHU (S. 22 – 31).


Hinterlasse eine Antwort

Bildungsstreik Düsseldorf www.bildungsstreik-duesseldorf.org
info [at] bildungsstreik-duesseldorf.org